Beschlussvorschlag:
Die Erschließungsstraße erhält den Namen „An der Vikarie“.
Sachverhalt:
In Geilenkirchen-Prummern entsteht ein neues Wohngebiet (Bebauungsplangebiet 104).
Seitens der Verwaltung wird auf Vorschlag des Ortsvorstehers, Herrn Bales, angeregt, der Erschließungsstraße den Namen „An der Vikarie“ zu geben.
In nächster Nähe des Bebauungsplangebietes befindet sich das im Eigentum der katholischen Kirchengemeinde Prummern stehende Gebäude „Vikarie“. Dieses Gebäude wurde um 1820 aus Privateigentum erworben und diente seit dieser Zeit dem Ort als öffentliche Einrichtung mit verschiedenen Funktionen.
So befanden sich im Gebäude zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Räume der örtlichen Volksschule, später wohnte im Haus der Pfarrvikar. Aus dieser Zeit stammt auch der Name „Vikarie“. Eine Zeit lang diente das Gebäude als Wohnhaus und Amtsstube des Bürgermeisters des Amtes Immendorf-Würm.
Nach Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde das Gebäude wieder aufgebaut und diente der Pfarre Prummern als Jugendheim. Bis in die heutige Zeit werden Räumlichkeiten durch örtliche Vereine genutzt. In der Prummerner Bevölkerung ist das Gebäude nach wie vor als die „Vikarie“ ein Begriff und so kommt es nicht von ungefähr, dass im Sprachgebrauch die nähere Umgebung zum Gebäude als „an der Vikarie“ bezeichnet wird.
Durch die Benennung der neuen Erschließungsanlage in „An der Vikarie“ würde diese für Prummern sicherlich historische Bedeutung in Erinnerung bleiben.
